Anlässlich der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, zum Erbschaftssteuerrecht erklärt der Landesvorsitzende des Arbeitskreises der Lesben und Schwulen in der sächsischen SPD (Schwusos), Georg Teichert: „Wir begrüßen die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes eingetragene Lebenspartnerschaften bei der Erbschaftssteuer der Ehe gleichzustellen.
Diese Entscheidung war längst überfällig und macht deutlich, dass das von der Union jahrelang geforderte „Abstandsgebot“, der besondere Schutz der heterosexuellen Ehe, eine unzumutbare Diskriminierung eingetragener Lebenspartnerschaften darstellt“, so Georg Teichert.
Anlässlich des Christopher Street Day (CSD) Leipzig am 17. Juli 2010, erklären
der Landesvorsitzendes des Arbeitskreises Lesben und Schwule in der SachsenSPD (Schwusos), Georg Teichert,
die Vorsitzende der Leipziger SPD Frauen, Eva Brackelmann und
der Vorsitzende der Jusos Leipzig, Jan Freundorfer:
„Mit dem Motto „Homophobie ist heilbar“ greift der Christopher-Street-Day in Leipzig das erfolgreiche Motto vom letzten Jahr wieder auf und führt damit den erfolgreichen Ansatz vom letzten Jahr weiter fort.
Das höchste
beschlussfassende Gremium des Arbeitskreises „Schwusos – Lesben und
Schwule in der SPD“ hat den Leipziger Georg Teichert am vergangenen
Wochenende zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Schwusos
gewählt. „Ich freue mich auf diese neue Aufgabe und darüber, dass die
ostdeutschen Landesverbände gut im Vorstand vertreten sind“, so
Teichert.
Neben der Wahl des
Bundesvorstandes berieten die Schwusos auf ihrem Koordinierungstreffen
verschiedene Anträge. „Dass die von Sachsen und Sachsen-Anhalt
vorgelegten Anträge zur Knochenmarkspende homosexueller Männer und zum
Transsexuellengesetz eine so deutliche Zustimmung fanden, zeigt, dass
beide Landesverbände eine der tragenden Säulen des Bundesverbandes der
Schwusos sind! Für Sachsen ist es außerdem eine besondere Ehre, dass
sich das Bundeskoordinierungstreffen für den Landesverband Sachsen als
Austragungsort des nächsten Treffens 2012 entschieden hat“, so Georg
Teichert, der zugleich Landesvorsitzender der Schwusos in Sachsen ist.
Hintergrund:
Die Schwusos sind ein
Arbeitskreis der SPD und treten für die rechtliche Gleichstellung und
gesellschaftliche Akzeptanz von Lesben, Schwulen und Transgendern ein.
Das Bundeskoordinierungstreffen ist das höchste beschlussfassende
Gremium der Schwusos in der SPD. Es tagte am 10./11. April 2010 in
Köln. Zum neuen Bundesvorsitzenden der Schwusos wurde Ansgar Dittmar
(Hessen) gewählt. Ein weiterer Stellvertreter ist Marcel Dörrer
(Sachsen-Anhalt).
Der Arbeitskreis Lesben und Schwule (Schwusos) in der SPD besteht seit
mehr als 25 Jahren: Als Ende der 1970er Jahre die ersten deutschen CSDs
in Münster, Bremen und Berlin für Aufsehen sorgten, setzten sich einige
schwule Sozialdemokraten zusammen, um eine Gruppe innerhalb der Jusos
aus der Taufe zu heben. In Anlehnung an die Jusos gaben sie sich den
Namen Schwusos. Damit schrieben sie Emanzipationsgeschichte: Die erste
Schwulengruppe einer Partei überhaupt war gegründet. Von Berlin aus
etablierten sich die Schwusos im Bundesgebiet, die Lesben kamen hinzu,
in einigen Regionen auch Transgender. In Sachsen wurde der erste
Arbeitskreis 2002 im SPD-Unterbezirk Leipzig-Borna gegründet.
Vorsitzender des AK Schwusos in Leipzig ist Dirk Larisch, Thorsten Antweiler sowie Melanie-Christine Patzelt stehen ihm als StellvertreterInnen zur Verfügung.
Die Schwusos Leipzig treffen sich in der Regel jeden vierten Dienstag im Monat in der Rosa Linde.